Historie

Die Aktion «Respekt ist Pflicht - für alle.» ist:

·        eine Kampagne gegen sexuelle, körperliche und psychische Gewalt

·        eine Kampagne gegen das Dulden sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt

·        eine Kampagne gegen Sexismus

·        eine Kampagne gegen Respektlosigkeit

·        eine Kampagne für mehr Aufmerksamkeit und Zivilcourage

·        eine Kampagne für junge Frauen und Mädchen

Pilotprojekt in Basel und bisherige Umsetzungen

Die Aktion: „Respekt ist Pflicht – für alle.“ wurde 2007 in Basel-Stadt lanciert. Anlass zur Entwicklung der Aktion gaben die einseitigen und stereotypen Medienberichterstattungen über die sexuellen Übergriffe unter Jugendlichen in der Schweiz 2006.

Was ursprünglich als einzelne Aktion geplant war, wuchs aufgrund der grossen Resonanz und Wirksamkeit der Aktion in Basel zu einem schweizweiten Projekt. Seit dem Transfer auf nationaler Ebene sind über 200 Plakate aus lokalen Umsetzungen entstanden. Die Städte Wil und St. Gallen sowie die Kantone Baselland, Zug, Zürich und Luzern haben Arip bereits durchgeführt. Die Umsetzung der Aktion: „Respekt ist Pflicht – für alle.“ in die Romandie und die damit verbundene Übersetzung in andere Sprachen ist derzeit in der Startphase. Zudem ist die Multiplikation der Arbeitsweisen und Inhalte von Arip über die Landesgrenzen hinaus in Planung.

Innovative Methoden und kreative Produkte

Die Verknüpfung einer partizipativen Empowerment-Aktion mit einer öffentlichen Plakat-Kampagne wurde mit den Mädchen während des Pilotprojekts in Basel gemeinsam entwickelt.

An allen Umsetzungsorten wurden die Teilnehmerinnen zumindest teilweise in die Planung und Gestaltung der Aktion einbezogen. Die Partizipation der Mädchen ist Programm: nicht nur nehmen die Teilnehmerinnen an Selbstverteidigungskursen und anderen Workshops teil. Sie entwickeln selbstständig die Slogans zu ihren Plakatsujets, setzen sich mit den Themen Geschlechterstereotype in den Medien, gesellschaftliche Geschlechterrollen und persönliche Grenzen auseinander, entwickeln Ideen zu Verhaltensweisen, um die Einhaltung ihrer persönlichen Grenzen einzufordern und konzipieren weitere Projekte. So entstand etwa in St. Gallen ein „Hab-Respekt“-Comic und eine Strassenperformance wurde von den Teilnehmerinnen organisiert, in Zürich entstand ein Kurzfilm zum Thema, in Zug gaben die Mädchen ein Radiointerview, welches auf DRS1 ausgestrahlt wurde und auch in Baselland standen die Mädchen für Presse-Interviews zur Verfügung.

Die Aktion: „Respekt ist Pflicht – für alle.“ auf 94.5

Gemeinsam mit RadioX in Basel wurden im Frühjahr 2009 Radioworkshops für junge Frauen und Mädchen durchgeführt. Die Aktion wurde dabei mittels einem weitern Medium umgesetzt: „Respekt ist Pflicht – für alle.“ heisst es nunmehr auch im Radio.

Im Mai 2009 wurde Bilanz gezogen und gefeiert

Dazu fand im Unternehmen Mitte in Basel eine eintägige Tagung zum Thema statt. Zusätzlich wurden erstmals alle bis dato entstandenen Sujets der Aktion während einer Woche gemeinsam gezeigt. Die Ausstellung war zwischen 11. und 16. Mai 2009 im Connect Café Basel zu sehen.

Die Teilnehmerinnen der Radioworkshops von Radio X waren vor Ort, interviewten TeilnehmerInnen und dokumentierten die Tagung.

Zwei Auszeichnungen für Arip 2009

2009 wurden die Verdienste der Aktion: „Respekt ist Pflicht – für alle.“  mit zwei Preisen gewürdigt:

·        „Heisses Eisen 2009“ – Chancengleichheitspreis beider Basel

·        Peperonapreis 2009 der SP-Frauen Aargau