Messages de bienvenue - Arip Suisse romande

Maria Roth-Bernasconi  

Martine Brunschwig Graf  

Liliane Maury Pasquier  

Arip en Suisse romande

„Aktion: Respekt ist Pflicht - für alle.“: Worum geht es?

Die Idee des Projekts ist es, junge Frauen für die verschiedenen Formen sexueller Gewalt zu sensibilisieren und durch die Vermittlung starker Frauenbilder einen Kontrast zur allgegenwärtigen öffentlichen Viktimisierung durch die Medien zu gestalten. Junge Frauen sollen ermutigt werden, Grenzen zu setzen, ihre Rechte einzufordern und in ihrer Selbstbehauptung bestärkt werden. Konkret werden den jungen Frauen Workshops für die Auseinandersetzung mit der Thematik angeboten und anschliessend Fotoshootings für die praktische Umsetzung der erlernten Inhalte durchgeführt, in denen die Statements- die von den jungen Frauen selber erarbeitet werden- zum Ausdruck kommen. Die Ergebnisse werden an einem offiziellen Anlass präsentiert, damit über die Zielgruppe (Jugendliche) hinaus die weitere Öffentlichkeit für die Thematik durch den positiven starken Auftritt von jungen Frauen sensibilisiert wird.

Die Kampagne „Aktion: Respekt ist Pflicht - für alle.“ (kurz: Arip) ist also als eine Doppelstrategie angelegt:

a) Einerseits handelt es sich um einen ein klaren „Top-Down Ansatz“, mit dem Ziel durch öffentliche Plakate von Frauen, die sich selber repräsentieren und mit ihren Statements klare Akzente gegen Gewalt setzen, Bilder von selbstbewussten Frauen nach aussen zu vermitteln .

b) Andererseits wird aufgrund der Partizipation und Mitbestimmung der jungen Frauen in der Konzeption der Kampagne ein klarer „Bottom-Up Ansatz“ verfolgt. Da die jungen Frauen die Statements selber erarbeiten, erhöht die Glaubwürdigkeit des Projekts. Die eigene Ausarbeitung der Produkte des Projekts erhöht die Identifikation der jungen Frauen mit der Kampagne, was wiederum ein klarer Beitrag für die Prävention von Gewalt darstellt.

Idee: Pilotprojekt in der Romandie

Um Arip in der Westschweiz umzusetzen, plant das Arip-Team die Aktion in Zusammenarbeit mit PlaneS als anerkannte „Good Practice“ mit den bisher gewonnenen Erfahrungen zu präsentieren und den Knowhow Transfer/Austausch über den „Röschtigraben“ hinweg zu ermöglichen. Es ist das erklärte Ziel von Arip, das bewährte Konzept und die bereits gewonnenen Erfahrungen optimal mit den lokalen Diskursen und den Erfahrungen der Präventionsarbeit aus der Romandie zu verbinden. Durch die Weiterentwicklung des Projektes kann ein auf die lokalen Bedürfnissen zugeschnittenes und ein (im Kontext bereits existierender Initiativen und Kampagnen) anschlussfähiges Angebot geschaffen werden.

Eine französische Umsetzung mit einer bereits bestehenden (oder noch zu konstituierenden) Mädchen-Gruppe als Pilotprojekt soll in der Romandie durchgeführt werden, um dann mit bereits vorliegenden Plakatprototypen und Modellen (als exemplarische Beispiele auf Französisch und mit Mädchen aus der Westschweiz) die Aktion bei entsprechender Nachfrage weiter zu multiplizieren (analog zur erfolgreichen Bottom-Up Entwicklung in der Deutschschweiz). Die Form des Pilotprojektes mit einer Westschweizer Gruppe und die Verbreitung der Idee mit bereits vorhandenen ersten Produkten (wahrscheinlich Plakate) von Jugendlichen aus der Romandie wirkt aufgrund der ersten französischen Statements authentisch und fördert damit die Identifikation der jungen Zielgruppe mit der Aktion. Die Ergebnisse des französischsprachigen Pilotprojekts sollen an einer Infoveranstaltung mit den Zielen der Vernetzung interessierter AkteurInnen, der Bildung von Trägerschaften für die Umsetzung und der Planung der Agenda Arip Romandie präsentiert werden.

Partnerschaft mit PlaneS- Förderung der Anerkennung von sexuellen Rechten

Für den Transfer in die Romandie konnte als Partnerin die Stiftung PlaneS mit Sitz in Bern und Lausanne gewonnen werden. Die Anerkennung der IPFF- Erklärung der sexuellen Rechte bildet seit 2008 ein Schwerpunkt der Arbeit von PlaneS und wird damit auch als Referenzrahmen für die inhaltliche Ausgestaltung der „Aktion: Respekt ist Pflicht - für alle.“ fungieren. Das Arip-Team freut sich daher auf die Zusammenarbeit mit Netzwerken von Sexualpädagoginnen, ist aber natürlich auf Nachfrage hin weiterhin offen für UmsetzungspartnerInnen aus der offenen Jugendarbeit und der Gleichstellungsbüros.

Sind Sie daran interessiert die Kampagne mit Jugendlichen in Ihrer Region umzusetzen? Oder kennen Sie selber junge Leute, die sich für ein solches Projekt interessieren würden?

Dann zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden! Wir freuen uns über alle Informationen, Kontakte und Vorschläge:

Dinah Zanetti, Arip Projektleiterin, [email protected] , 061 321 74 63

Pilot Arip Suisse Romande wird umgesetzt mit dem Partner Service Culture-Jeuness-Sport in Renens