Pressetext

Die Aktion: "Respekt ist Pflicht - für alle." ist:

·        eine Kampagne gegen sexuelle, körperliche und psychische Gewalt

·        eine Kampagne gegen das Dulden sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt

·        eine Kampagne gegen Sexismus

·        eine Kampagne gegen Respektlosigkeit

·        eine Kampagne für mehr Aufmerksamkeit und Zivilcourage

·        eine Kampagne für junge Frauen und Mädchen

Es geht darum, Bilder von starken Frauen und Mädchen zu zeigen und die Einforderung von Respekt in unverblümter, einfacher und direkter Sprache zu kommunizieren.

Eine Kampagne gegen sexuelle Gewalt und für mehr Zivilcourage

Die Aktion: "Respekt ist Pflicht – für alle." war eine Reaktion auf die Vergewaltigungen in Seebach, Rhäzüns und Schmitten Ende 2006 und deren einseitige mediale Aufbereitung. Unterdessen ist Arip zu einer eigenständigen Aktion gewachsen, welche die Diskussion um relevante Faktoren für die Prävention solcher Vorfälle wie damals auslöst, anregt und wach hält. Die Aktion wurde in den letzten zwei Jahren in zahlreichen Kantonen und Gemeinden der Deutschschweiz erfolgreich umgesetzt und ist dabei auf grosses Echo gestossen. Weitere Umsetzungen auch in Kantonen der Romandie sind geplant. Ein MultiplikatorInnen-Seminar für TeilnehmerInnen aus allen Ländern Europas soll die Aktion über die Landesgrenzen hinaus tragen.

Prävention durch Professionalität

TV-Formate wie "Deutschland sucht den Superstar", "Musicstar" und andere machen Druck auf Jugendliche. Insbesondere jungen Mädchen wird durch Castingshows suggeriert, dass schnelle mediale Aufmerksamkeit und Erfolg möglich sind. Erfolg und Anerkennung durch Körperlichkeit spielt dabei eine grosse Rolle, die Individualität jeder Einzelnen wird nur scheinbar gefördert. Der Druck, einem Ideal von Schönheit und öffentlichem Auftreten zu entsprechen und einem anonymen Publikum Rechnung zu tragen ist enorm.

Die Aktion: "Respekt ist Pflicht – für alle." nimmt diese Entwicklung auf, entwirft Gegenbilder und zeigt

andere (weibliche) Realitäten. Die Mädchen auf den Plakaten zeigen, dass auch andere Persönlichkeitsaspekte Realität sind. Sie lächeln nicht in die Kamera, sondern zeigen eine ernste Seite, welche zu ihren Slogans passt. Die Plakatkampagne zeigt nicht Mädchen, welche möglichst gefallen wollen, sondern junge Frauen und Mädchen, die selbstbewusst sind und Respekt und die Einhaltung ihrer Grenzen fordern.

Neben Workshops zum Thema Selbstbewusstsein, Erkennen und Einfordern der eigenen Grenzen sowie eine Reflektion über stereotype Genderrollen, wie sie insbesondere von Medien angeboten werden, lernen die Mädchen und jungen Frauen auch den professionellen Ablauf eines Fotoshootings und den Umgang mit Medien kennen. Für die Veröffentlichung der Plakate wird beispielsweise eine schriftliche Zustimmung sowohl der Eltern als auch der abgebildeten Mädchen und jungen Frauen eingeholt. Arip zeigt dadurch in der Praxis, wie eine solche Aktion auf persönlicher und rechtlicher Ebene korrekt und seriös ablaufen soll. Dies gibt den Teilnehmerinnen das Know-how, bei Angeboten für Fotoshootings etc. ihre Rechte zu erkennen und einzufordern.

Für Fragen und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Dinah Zanetti-Überwasser unter info at www.arip.ch   oder 061 321 74 63 (jeweils Di und Mi, Do Vormittag) und

Julia Büchele unter julia.buechele at www.arip.ch   oder 076 389 21 08. (Mo, Mi, Do Nachmittag)